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Marktkommentar vom 02.12.2022

 

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Schweiz: Versorgungslage - Vorausschauende Planung 

 

 




China: Regierung will Corona-Regeln lockern
China wird in den kommenden Tagen eine Lockerung der Corona-Quarantäneregeln und eine deutliche Verringerung der Massentests ankündigen, wie es aus gut unterrichteten Kreisen heißt. Dieser Politikwechsel folgt auf tagelange Proteste und Demonstrationen im ganzen Land, die am Wochenende aufgeflammt waren. Zwar sind die Fallzahlen für chinesische Verhältnisse immer noch enorm hoch, doch schon zur Wochenmitte hatten erste Großstädte ihre Lockdownmaßnahmen deutlich zurückgefahren. 

Anders als noch letzten Monat scheint es inzwischen von offizieller Seite doch eine Dynamik in Richtung Strategiewandel zu geben. Diese wurde gestern noch verstärkt, nachdem sich die stellvertretende Ministerpräsidentin Chinas, Sun Chunlan, bei einem Expertentreffen zur Omikron-Variante äußerte. Da diese kaum noch schwere Verläufe verursache, sei man in der Lage, die Präventionsmaßnahmen zu verbessern. Am Mittwoch hatte Sun vor Reportern gesagt, China stehe bei seiner Reaktion auf Corona vor einer "neuen Situation" und drängte auf weitere "Optimierungen" der Test-, Behandlungs- und Quarantänepolitik.

„Suns Aussagen zusätzlich zu der bemerkenswerten Lockerung der COVID-Kontrollmaßnahmen in Guangzhou gestern, senden ein weiteres starkes Signal, dass die Zero-COVID-Politik innerhalb der nächsten Monate enden wird", glauben die Analysten von Nomura. Marktbeobachter weltweit hoffen auf eine nachhaltige Wiedereröffnung Chinas irgendwann zu Beginn des kommenden Jahres. Kurzfristig dürften die steigenden Infektionszahlen die Wirtschaftstätigkeit aber erst noch einmal unter Druck bringen. Die strengen Maßnahmen der letzten Monate hatten die Konjunkturentwicklung zuletzt stark gedämpft.

EU-Preisdeckel noch nicht in trockenen Tüchern
Gestern wurde gemeldet, dass die EU kurz vor einer Einigung stehe, den Ölpreisdeckel auf 60 Dollar festzusetzen. Schon am Montag soll die Maßnahme gemeinsam mit dem EU-Embargo auf russische Rohöllieferungen in Kraft treten. Allerdings muss due Vereinbarung heute noch von allen 27 EU-Regierungen schriftlich ratifiziert werden und noch ist unklar, ob Polen zustimmen wird. In Warschau drängt man auf weitere Sanktionen in Verbindung mit dem Preisdeckel. Die Verhandlungen werden heute fortgesetzt.

Mit der Einigung auf 60 Dollar in greifbarer Nähe plant die EU offenbar einen Mechanismus, der alle zwei Monate eine Überprüfung des Preisdeckels ermöglicht, wie aus einem Entwurf hervorgeht. Demnach soll sichergestellt werden, dass der Preis bei einer Neufestsetzung mindestens 5 Prozent unter den durchschnittlichen Marktpreisen liegt. Ein EU-Abgeordneter sagte am späten Donnerstag, dass bei jeder Überprüfung des Höchstpreises eine Reihe von Faktoren berücksichtigt werden müssten, darunter Änderungen der Marktpreise sowie die steuerlichen und wirtschaftlichen Bedingungen in Russland.

Das größte Fragezeichen bleibt, wie Russland auf den Preisdeckel reagieren wird. Außenminister Sergej Lawrow hatte allerdings gestern erklärt, er halte die Höhe der Preisobergrenze für irrelevant. Zuletzt hatte Moskau immer wieder gedroht, den Ölhahn komplett zuzudrehen, sollte es zu einem Preisdeckel kommen. Das wird sich Russland aber kaum leisten können. Mit der Preisobergrenze soll der russische Ölfluss aufrechterhalten werden, um einen weltweiten Preisanstieg zu vermeiden, während gleichzeitig die Einnahmen Moskaus begrenzt werden, um die Kriegskasse zu schmälern.

Marktlage
Am letzten Handelstag der Woche bleibt die Corona-Politik in China marktbestimmendes Thema, nachdem in der politischen Führung der Volksrepublik immer mehr Wille zu Anpassungen der strikten Zero-Covid-Strategie spürbar wird. Die Ölbörsen steuern damit auf den höchsten Wochenanstieg seit fast zwei Monaten hin.

China will offenbar in den kommenden Tagen weitere deutliche Lockerungen seiner Quarantäne- und Testregularien beschließen. Marktbeobachter weltweit hoffen, dass sich darin der Anfang ernstzunehmender Schritte weg von der chinesischen Zero-Covid-Politik zeigt, auch wenn eine komplette Aufhebung nach wie vor unwahrscheinlich ist.

IWF-Direktorin Kristalina Georgieva geht davon aus, dass die Kalibrierung der chinesischen Corona-Strategie entscheidend für die Aufrechterhaltung und das Gleichgewicht der wirtschaftlichen Erholung sein werde. Bei der ANZ hofft man, dass sich die Ölnachfrage mit weiteren Öffnungen wieder stabilisieren wird. „Die Ölnachfrage hat unter den strengen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus gelitten, wobei die implizite Ölnachfrage derzeit bei 13 Mio. B/T liegt. Das ist 1 Mio. B/T unter dem Durchschnitt“, so die Analysten.

Unterdessen ist auch in die Verhandlungen zum geplanten Ölpreisdeckel auf russische Rohöllieferungen wieder Bewegung gekommen. Offenbar konnte sich die EU vorläufig auf eine Preisobergrenze von 60 Dollar einigen, zu dem auch ein Anpassungsmechanismus gehört, um die Obergrenze bei 5 Prozent unter dem Marktpreis zu halten. Der Vorschlag muss heute noch offiziell ratifiziert werden.

Der Preis von 60 Dollar pro Barrel "liegt immer noch über dem Niveau, das Russland derzeit für sein Rohöl erhält", warnt Ölmarktanalyst Warren Patterson bei der ING. "Wenn man sich auf dieses Niveau einigt, wird es im Moment kaum Auswirkungen auf die russischen Öleinnahmen haben“, glaubt der Experte.

Bei der BofA ist man hingegen pessimistischer und geht davon aus, dass jede Form der Begrenzung der russischen Ölpreise „ein großes Aufwärtsrisiko für die Preise im Jahr 2023“ darstelle. „Sollte Russland am Ende deutlich weniger Öl produzieren, könnte dies die Ölpreise in die Höhe treiben“ befürchten die Analysten der Großbank. Allerdings liegen sie mit ihren Prognosen zur russischen Ölproduktion in 2023 mit 10 Mio. B/T immer noch über dem von der IEA geschätzten Menge von 9,59 Mio. B/T.

Wie sich die Angebotslage entwickelt dürfte zu einem nicht geringen Teil auch von der OPEC+ abhängen, die am Sonntag über die Fördermengen für Januar abstimmen wird. Aktuell gehen die meisten Marktteilnehmer davon aus, dass das Förderbündnis seine aktuellen Kürzungen von 2 Mio. B/T beibehalten wird. Doch auch eine Erhöhung der Produktionsbegrenzung ist denkbar und würde die Ölpreise weiter stützen. Entsprechend gespannt erwarten die Anleger auf Ergebnisse, die dann am Montag an den Börsen spürbar sein werden.

Bis dahin bleibt die Devise „Abwarten“, denn auch die Entscheidung zur EU-Ölpreisbremse ist noch nicht komplett in trockenen Tüchern. Auch ist unklar, wie Russland auf die Maßnahme reagieren wird. Leicht stützend wirkt jedoch auch am letzten Handelstag der Woche die Dynamik in Chinas Corona-Politik, so dass die fundamentale Ausgangslage heute leicht bullish eingeschätzt werden kann.

 

US-Dollar kostet CHF 0.9345 / 1 EUR kostet US$ 1.0540

1 EUR kostet CHF 0.9846

 

Reinfracht von ARA (Amsterdam/Rotterdam/Antwerpen) pro Tonne nach Karlsruhe: EUR 45.00 / nach Basel: CHF 55.00

 

 

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenz Produkt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten, Dollarkurs, Versorgungslage oder Steuer- und Abgabeerhöhungen jedoch abweichen.